Das Visum geht scharf. Gili Air hab ich nicht besucht, stattdessen ging es im Uhrzeigersinn um Lombok herum und die erste Station war Mount Rinjani. Sehr herrlich vong Natur her! Am Tag Ausflüge zu den Reisterrassen und Erdbeerfeldern gemacht, abends beim kleinen Knäckerchen mit Blick auf den Rinjani gegrillt.
Das Wetter wurde in der höheren Lage etwas kühl und ungemütlicher und wir zogen weiter Richtung Süden, zurück in 35°C warmes Gefilde und klapperten die Strände ab, bis wir Kuta erreichten. Der Ort ist wieder mit etwas mehr von Touristengewusel und Surfervibes geprägt und dennoch nicht zu überlaufen.
Mit dem Motorrad lässt es sich auch ausgezeichnet fahren, wenn Hund, Huhn und Kinder nicht wären. Die Hunde pennen mitten auf der Straße oder halten ihre abendlichen Treffen ab, die blöden Hühner wollen ihrem Dasein vorzeitig ein Ende setzen, indem sie scheinbar absichtlich ins nächste Motorrad hineinstürmen wie Lemminge und Kinder spielen im Dunkeln auf der Straße. Allesamt Brummer sind das!
Und dann komnze ich auch den ersten Regenzeit-Regen miterleben...
Auf der Hälfte der Strecke vom Strand zum Hotel kam da 'ne Wand runter :D Junge Junge Junge... Die Straßen waren direkt nach Regenbeginn schon Flüsse. Handy, Geldbörse und alles unter'm Motorradsitz verstaut und dann bis zum Hotel getuckert. Vor Regen kaum etwas gesehen. Nanang hat mit seinen Händen ein kleines Dach über meinen Augen geformt, damit ich etwas erkennen und wir wenigstens im Schneckentempo fahren konnten. Mit klitschnassen Klamotten und Schuhen im Hotel angekommen sind wir am nächsten Tag präventiv in Badehose gefahren.
Lombok wurde nach etlichen Stränden für meinen Geschmack ausgereizt. Komodo wäre jetzt dran. Aber Vulkan sagt: Nein.
Der Lewotobi Laki-Laki staubt ein paar Kilometer in die Höhe und Flüge nach Komodo oder Australien sind eingestellt.
Also zurück nach Bali!