Das Inselhopping geht weiter. In Nusa Penida aufs Schnellboot, statt unten auf den Standardplätzen zu sitzen hat Nanang 'nen Sitzplatz auf dem kleinen Sonnendeck beim Kapitän klar gemacht, wo außer uns beiden nur ein französisches Pärchen saß. Bierchen reingelassen und dann stand da die Bluetoothbox auf dem Deck. "Bli, Musik!" rief er dem Fahrtwind entgegen zum Kapitän und dann schepperte mit dem Schnellboot ein sommerlich bebender Beat Richtung Bali.

Hier grummelte etwas der Magen, diesmal nicht wegen der Feinkost, sondern weil mein Antrag auf Visumsverlängerung noch nicht vom Immigration-Officer bestätigt wurde. Ins Taxi, quer durch Denpasar Richtung Süden zum Immigration-office. Dort wurde ich auf eine Liste gesetzt und man sagte mir, die Verlängerung geht klar und ich solle in 7 Tagen nochmal online nachschauen. Also morgen. Zu diesem Zeitpunkt ist meine Aufenthaltsgenehmigung bereits um 4 Tage überschritten. Ich vertraue aber mal den 2 Immigrations-Beamten, bei denen ich nochmals nachgefragt habe, ob das wiiiirklich klar geht. Daumen drücken.

Wieder ins Taxi, quer durch Denpasar Richtung Norden zum Hafen für die Überfahrt nach Lombok. Am Hafen in Bali die bekannte Fahrkartenpreis-Trickserei der vielen Verkäufer. Fische von der Fähre gefüttert. Am Hafen von Lombok die Taxi-Mafia. Alle Taxiunternehmen wie Uber, Grab, Maxim werden daran gehindert, ins Hafengelände einzufahren. Die Mafia hat das Sagen. Die Fahrer wollten, dass wir zu einem von ihnen ins Auto steigen und sie wurden immer aufdringlicher und aggressiver. Wir "retteten" uns in einen kleinen Imbiss und überlegten, wie wir nach Mataram kommen. Nanang schilderte der Imbissbesitzerin unser Problem, die einen Bekannten anrief, der uns zu normalen Konditionen in die Stadt fährt. Als der eintrief und die Mafia, die uns vom Hafen bis zum Imbiss gefolgt war, uns bei ihm einsteigen sah, flogen auch einige scharfe Wörter über die Straße. Aber es ist alles cool geblieben.

Von Mataram aus sind wir weiter zum Hafen der "3 Gili-Inseln" gefahren. Dort wieder das gleiche Spiel :D "Der Mann wollte uns täuschen" sagt Nanang. Naja...die Hafenregionen sind immer etwas schmuddelig.

Die erste Gili ist Gili-Trawangan. Dort ist am meisten los. Fortbewegung nur zu Fuß, mit dem Rad oder per Pferdekutsche. Überall huschen Katzen herum, hier und da ein Varan und im Bungalow-Hotel ging das weiter... 5 Katzen chillen hier herum. Auf dem Weg zum Bungalow ist ein Käfig mit 2 Papageien - der eine begrüßt einen anständig mit "Hallo" und der andere pfeift einem permanent unverschämt hinterher, wenn man vorbei geht :D

Im nächsten Käfig chillt ein Luwak und eine Bartagame. Das Beste ist aber die Ziege! :D Die blockiert Wege, chillt an der Bar, glotzt doof oder schleicht sich hinterrücks an und futtert mit blutrünstigem Fokus in den Augen den Reis vom Teller. Voll der Wahni! Neben dem Hotel war ich beim lässigsten Barbier Indonesiens :D Direkt neben dem Weg am Strand steht quasi nur ein Spiegel und Tisch, überdacht mit einem Netz für etwas Schatten. Der Typ schnippelte in einer Gelassenheit.... Kippe in der Gusche, Bob Marley Mucke im Hintergrund und gelegentlich, lockerer Spruch und ich landete wieder auf einigen Urlaubsfotos anderer Touris.

Frisch geschoren und das Zooerlebnis abgehakt sind wir um die Insel geradelt, waren Schnorcheln und abends feiern. Am Abend zieht mittlerweile auch ein starkes Lüftchen auf, dass die Krabbenchips vom Teller und die Minze aus dem Mojito flattert!


Auf der nächsten Insel, Gili-Meno, ist es hingegen etwas ruhiger. Die Hälfte der Gebäude ist verlassen, ein paar Resorts sorgen für Belebung... zum Entspannen ganz gut. Morgen wird zur Gili-Air geschippert und der Aufenthaltsstatus gecheckt. Die weiteren angegebenen 7 Bearbeitungstage des Immigration-office sind dann um und ich werde sehen, ob ich mich tatsächlich noch legal hier aufhalte.