Huiuiui, war anstrengender als erwartet. Zum Ende kam auch noch ein chinesischer Schnupfen dazu ("Ha-Chi").

Das ist ein Land, was ich in der Asialänder-Besuchsreihenfolge nach Vietnam, ca. auf Höhe mit Thailand, aber definitiv vor Taiwan, Südkorea und Japan einreihe. In den Ecken, wo ich war, notiere ich auffällig: Hotelpersonal ist sehr nett und zuvorkommend. Der extern angetroffene Großstadtchinese in seiner Wildnis jedoch kann ein sehr einnehmendes Wesen sein und ein ebenso für die europäische Wohlstandskonifere leicht zu verachtendes Wesen besitzen.

Die Metrozüge werden gestürmt, als wenn es darin ein kostenloses Stück Freiheit zu ergattern gäbe. Jeder ist sich selbst der Nächste. Zum Aussteigen nett fragen, ob man durchgelassen wird, ist eine viel zu naive Hoffnung. Durchquetschen, während die vielen kleinen chinesischen Mauern ihre Stellung halten und keine Mine verziehen. Wer muss, der rotzt auf den Boden. Auch die Kleinsten. Ein ca. 4-jähriges Mädchen beugt sich über und sabbert einen wundervollen kleinen Spuckefleck Richtung Boden. Geht weiter zur Ampelt. Kommt zurück, PLATSCH noch einen drauf. Der Papa winkt sie lächelnd heran. Toll. Kinder lernen so schnell! Auch in der Metro wird fleißig praktiziert, in den Bahnhöfen, auf den Großstadtbeton - vielleicht mit dem Ziel, etwas Smog darin zu binden und für saubere Luft zu sorgen.

Saubere Luft? Beherrschung kennt man leider auch nicht. "Hauptsache gesund". Leise sein? Nää. Die schreien herum, wie ein bei Alibaba angestelltes, chinesisches Kleinkind nach einem arbeitsfreien Wochenende.

Jaume, ein weggefährtender Spanier aus dem Hostel, sagte "Jetzt weiß ich, warum alle Welt China hasst.". So weit würde ich nicht gehen. To be fair: während wir nach der Terracotta-Armee essen waren, wurde er die ganze Zeit von einem zahnlosen, älteren Herren aus ca. 1 m Entfernung beobachtet. Angestarrt. "Die gucken uns an als wären wir Aliens". Ich saß zum Glück mit dem Rücken zum Alienforscher, der sein großes Glück, zwei so tollen Exemplaren bei der Futteraufnahme so nah sein zu können mit seinem fesselnden Dauergrinsen zum Ausdruck brachte.


Es hat schon derbe genervt. Das Geschmatze, die Lautstärke, das Gerotze, die Ignoranz, diese Laaaaahhhhmarschigkeit Hergottszeiten-nocheinmal-kommt-aus-der-Hefe!!! :D Denen ist auch einfach alles sch***-egal. Mitten auf ner 6-streifigen Hauptstraße wabert einer mit nem Besen herum und kehrt dort. Ich weiß nicht. Einige sind irgendwie voll am Leben vorbei. "Deswegen sind die auch nicht in der EU!" würde Kranfahrer Ronny wettern.

Fürchterlich. Oder es liegt an mir. Glaube aber nicht.


Wir wollen aber positiv bleiben: Es war schon schön. So das alles zu sehen war schon 1 Erlebnis. Und next time werde ich den herrlichen Süden mit Yunnan und Tibet investigieren und alle anstarren und fotografieren und wahllos herumrotzen. Damit integriere ich mich am aller maximaltesten und werde in der stupiden Masse des LMAA-Chinesen einfach untertauchen, damit mir keiner auf den Glückskeks geht.


Nun durchschnaufen auf Bali.